Noch nie war es für unsere Kinder schwerer, sich einen eigenen Platz in der
Gesellschaft zu erobern, als gerade in der Gegenwart.
In einer Zeit, in welcher der zunehmende Leistungdruck und unser legitimes
Streben nach Anerkennung uns immer weniger Raum gerade für jene Gespräche lässt,
die für den Aufbau von vertrauensvolle Beziehungen als Grundlage für eine gesunde
und glückliche Entwicklung unserer Kinder dringend notwendig wären, fühlen sich
diese oft genug allein gelassen, unfähig, uns von ihren Gefühlen und Sorgen zu
erzählen.
Unter diesen schwierigen Lebensumständen entwickeln heute immer mehr Kinder und
Jugendliche die unterschiedlichsten Problematiken wie z.B. Konzentrationsstörungen,
motorische Störungen und viele anderen Verhaltensauffälligkeiten. Solche Kinder
brauchen für ihre weitere positive Entwicklung dringend einen Ansprechpartner mit einem
offenen Ohr für ihre kleinen und großen Sorgen!
Ein solcher Ansprechpartner muß keineswegs immer ein Elternteil sein - im Gegenteil
ist es manchmal sogar von großem Vorteil, wenn es sich dabei um einen Außenstehenden
mit dem nötigen Abstand zu den bedrückenden Geschehnissen handelt.
Genau an dieser Stelle möchte die Musiktherapie über die unverdächtige Sprache
der Musik einen Zugang zu den sich verloren geglaubten Kinder und Jungendlichen
finden, um ihnen anschließend behutsam neue Wege zur Selbsthilfe aufzeigen und
sie dabei begleiten zu können.
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Wir möchten Kindern und Jugendlichen dabei helfen, sich selbst als ganze Person
zu erleben, ihren eigenen Gedanken, Gefühlen und ihrem Körper zu vertrauen, um
so eines Tages zu starken Erwachsenen zu werden.
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Wir möchten den Kindern und Jugendlichen über die Erfahrungen, die sie beim
Musizieren machen, dazu befähigen, außer mit sich selbst auch wieder mit ihren Mitmenschen
in Beziehung treten und mitschwingen zu können, um so ihr Gefühl für
den eigenen Wert zu steigern.
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Nicht die Musik, sondern die Kinder in ihrem Befinden, ihren Gedanken,
Gefühlen, Geschichten, Träumen, Wünschen und in ihren Ängsten sind für
uns das Wichtigste!
Vielleicht wird das dann durch unser Vorbild auch (wieder) das Wichtigste für
die Kinder selbst ...
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